Kommunikation in Familienunternehmen

Ein vielfach noch unausgeschöpftes Potenzial zur Optimierung von persönlichem Miteinander und vertraulicher Zusammenarbeit

In vielen mittelständischen Unternehmen gibt es Verbesserungspotenziale in der Kommunikation der im Unternehmen agierenden Familienmitglieder. Ob in der Kommunikation zw. Eltern und Kindern, anderen Familienmitgliedern und/oder außerfamiliären Nachfolgern; nicht immer denken die beteiligten Personen daran, ihr Handeln mit den anderen Familienmitgliedern und den betroffenen Führungskräften abzustimmen.

In solchen Fällen gibt es drei Hilfsmittel, um mehr Harmonie ins unternehmerische Agieren zu tragen:
  1. Rollen(er)klärung
    Hierbei geht es zunächst darum, wer für welche Bereiche die Verantwortung trägt, wer wen über seine/ihre Aktivitäten informiert und bei welchen Aufgaben ein Zusammenwirken angebracht ist. Dies sollte auch für anstehende Sonderaufgaben und Projekte geregelt werden.
  2. Rollentausch
    Um zu vermeiden, dass die Familienmitglieder ihre Verantwortungsbereiche als »Closed Shop« verstehen, bietet sich ein Rollentausch an. Das heißt das jeweils andere Familienmitglied hinterfragt die Aktivitäten des anderen, um einerseits die Zusammenhänge besser zu verstehen sowie ein übergreifendes Verständnis zu schaffen und andererseits gemeinsam Effizienzsteigerungspotenziale zu heben.
  3. Gegenseitiges Feedback
    Haben die Familienmitglieder den Nutzen des Rollentausches erkannt und umgesetzt, ist der Weg frei, um sich gegenseitig ein vertrauliches Feedback zu geben – äußerst sinnvoll, um zu wissen, wo man steht und an welchen Stellen man sich in der gegenseitigen Kommunikation verbessern kann.

Diese drei einfachen Hilfsmittel sind gut geeignet, um aufkommende oder bereits bestehende Verständigungslücken gemeinsam zu schließen. Dabei bietet sich die hilfreiche Begleitung durch einen erfahrenen Mediator an, der idealerweise auch unternehmerischen Sachverstand mitbringt.